80 Jahre KrK - eine Chronik


Chronik des Kreis rheinischer Karnevalisten (KrK)

(erstellt von Georg Steinhausen)

Der Kreis rheinischer Karnevalisten e.V. von 1946 (KrK) ist Kölns älteste Karnevalistenvereinigung.

Man schrieb das Jahr 1946! Das Ende des grausamen zweiten Weltkrieges lag ein Jahr zurück, da besannen sich einige beherzte Männer auf der rechten Rheinseite auf ihren Humor und den kölschen Fasteleer. Trotz vieler Entbehrungen fassten sie den mutigen Entschluss, das vaterstädtische Fest in Köln- Mülheim wieder aufleben zu lassen. Sie trafen sich im September 1946 in der Gaststätte „Hofburg“ auf der Mülheimer Freiheit zur Gründungsversammlung einer Vereinigung aktiver Karnevalisten. Hierbei handelte es sich um Vortragende, die bei Sitzungen und dergleichen auf der Bühne standen, um anderen Menschen Freude zu bereiten. Der Kreis der rechtsrheinischen Karnevalisten war geboren. Es war übrigens die erste Vereinigung dieser Art im gesamten Kölner Stadtgebiet. Jean Bell wurde 1. Vorsitzender, sein Stellvertreter war Jean Esser. Zum ersten Vereinslokal hatte sich der KrK die Gaststätte Winter in Köln-Mülheim, Bergisch Gladbacher Straße auserkoren. Im Juni 1947, also nach relativ kurzer Zeit, musste Jean Bell aus Gesundheitsgründen den Vorsitz niederlegen. So wurde Jean Esser zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Von 1948 bis 1951 fanden die regelmäßigen Treffen in der Gaststätte Baumerich in Köln-Mülheim auf der Frankfurter Straße statt. Die Gaststätte Scholl in der Keupstraße wurde dann ab 1951 das neue Domizil. Im Jahre 1973 schloss Josef Scholl leider sein Lokal aus familiären Gründen. In der Gaststätte „Zur Post“ in Köln-Mülheim, Adamstraße, wurde anschließend ein neues Zuhause gefunden.

Im Jahre 1977 trat Jean Esser nach 30jähriger Amtszeit als 1. Vorsitzender ab und Edi Jansen wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Im Jahre 1981 fand erneut ein Wechsel des Vereinslokals statt. Ab nun traf man sich zu den monatlichen Versammlungen in der Reissdorf-Stube in Köln-Mülheim, Berliner Straße 25.

Im Lauf der Vereinsgeschichte hat sich das Einzugsgebiet der Karnevalisten des KrK erheblich erweitert. Im Mai 2002 hat sich daher Kölns älteste Karnevalistenvereinigung umbenannt und zwar in „Kreis rheinischer Karnevalisten“.

Nach der Reissdorf-Stube wurde die Gaststätte „Puffelskooche“ in Dünnwald zur neuen Vereinsheimat. Dort fand auch die erste Benefizveranstaltung statt. Sie gehört bis heute noch zur Tradition des KrK. Ein altes Sprichwort sagt: Abschied ist die Geburt der Erinnerung. So stand dann erneut ein Wechsel des Vereinslokals an.

Im Jahre 2010 führte dann der Weg nach Köln-Flittard. Das neue Domizil des KrK, die Gaststätte „Zur Linde“ in der Arthur-Hantsch-Straße, war bis zum Jahre 2014 unser Vereinssitz.

Seit dem Jahr 2014 ist das Vereinsleben beständiger geworden. Die karnevalistische Heimat ist bis heute die Schützenhalle Köln-Dünnwald. Diese Tatsache übertraf im letzten Jahr die Narrenzahl „Elf“. Was die Vereinslokalwechsel betrifft, ist der KrK - um es in der Fußballsprache auszudrücken - eindeutig Weltmeister.

Im Jahr 1989 wechselte der Vereinsvorsitz von Edi Jansen zu Werner Steffens, der das Amt bis 2004 innehatte. Seither ist Albert Terfloth - bis heute - der 1. Vorsitzende des KrK.

Zum 40. Geburtstag erhielt der KrK erstmals seit der Gründung eine eigene Vereinsstandarte. Diese wurde im September 1986 in der Kirche St. Clemens, Köln-Mülheim, durch Pfarrer Josef Metternich geweiht. Stifter des „Plaggen“ war das Ehepaar Josef und Therese Doll (En kölsche Politess). Die Übergabe der Vereinsstandarte erfolgte bei einer festlichen Veranstaltung am 21.09.1986 in der Mülheimer Stadthalle.

Eine ganz neue und gewaltige Sache kam 1984 erstmals auf den KrK zu „Karneval in Spanien“. Das hatte es nie zuvor gegeben und doch wurde es Wirklichkeit. Am 10.03.1984 fand beim Carneval Club Calpe e.V. die 1. Große Fremdensitzung statt. Aus Köln waren über 100 rheinische Narren angereist und begeisterten mit ihren Gesangs-, Musik- und Tanzdarbietungen sowie Büttenreden das Publikum. Die Mitglieder des CCC stammten aus den verschiedensten Teilen Deutschlands. Höhepunkt war die Teilnahme am großen „Karnevalszug“ (am Sonntag nach Aschmittwoch) durch die Straßen von Calpe mit der anschließenden „Fiesta Musical“ vor 2.000 Besuchern.

Im Mai 1986 wurden aus Anlass des 40-jährigen Bestehens die Bewohner Mülheimer Altenheime zu einem großen Seniorennachmittag im Liebfrauenhaus Köln-Mülheim, Adamstraße, eingeladen.

Oberstes Vereinsziel des KrK ist die Pflege der rheinisch-kölnischen Eigenart sowie dem Gemeinwohl dienenden Kölner Karneval in Wort, Schrift, Lied und Tanz. Dazu gehört auch die Durchführung karitativer Veranstaltungen.

So ist es nicht verwunderlich, dass der KrK am 08.02.2026 zum 40ten Male eine Benefizveranstaltung durchgeführt hat. Seit 2009 findet die Benefizveranstaltung im Bistro Zoch in Köln-Mülheim am Wiener Platz statt.

Besonders erwähnenswert ist aber noch, dass der KrK seit 1981 - immer am Karnevalssamstag - für die Hausbewohner im Clara-Elisen-Stift zu Köln, Kartäuserwall eine kostenfreie Karnevalssitzung organisiert und durchführt.

Im Oktober 2026 feiert der KrK in der Josef-Barten Halle in Köln-Dünnwald das 80-jährige Vereinsjubiläum. Die Mitgliedschaft des KrK ist stolz auf 80 Jahre erfolgreiche Vergangenheit.